Inzwischen gibt es viele Methoden, Drogen im Körper nachzuweisen. Gängigste Methoden um Drogen aufzuspüren sind Wischtests, Urintests, Speicheltests als auch Bluttests. Mit diesen Drogentest-Methoden lassen sich viele Arten von Drogen im Körper nachweisen.
Geldscheine oder Mietfahrzeuge enthalten oftmals Spuren von Drogen welche durch empfindliche Tests aufgespürt werden können.
Geldscheine oder Mietfahrzeuge enthalten oftmals Spuren von Drogen welche durch empfindliche Tests aufgespürt werden können.
eignet sich insbesondere in der Forensischen Toxikologie und der Ökotoxikologie zur Durchführung einer retrospektiven Analyse der Aufnahme verschiedener chemischer Elemente und organischer Verbindungen eines Menschen, über den Zeitraum von mehreren Monaten.
Zudem wird die Haaranalyse, teils unter Bezeichnungen wie „Haarmineralstoffanalyse“ oder „Bioresonanz-Haaranalyse“ oder „radionische Haaranalyse“, alternativmedizinisch für verschiedene diagnostische Anwendungen eingesetzt. Diese Formen der Nutzung der Haaranalyse werden von der wissenschaftlich begründeten Medizin weitgehend abgelehnt.
2 Analytik
3 Probenvorbereitung
3.1 Elementanalyse
3.2 Betäubungsmittelanalyse
4 Anwendungen
5 Bekannte Anwendungsbeispiele
6 Angebote zur Haaranalyse von kommerziellen Anbietern
7 Einzelnachweise
8 Literatur
Einlagerung exogener Substanzen in die Haare
Schematischer Aufbau eines Körperhaares.
1) Haar 2) Hautoberfläche 3) Talg 4) Follikel 5) Talgdrüse Menschliche und tierische Haare lagern eine Vielzahl von exogenen Stoffen weitgehend unverändert in ihre Struktur ein. Die Applikationsform (oral, nasal, intravenös oder inhalativ) spielt dabei keine Rolle. Einmal aufgenommen gelangen die Stoffe über den Blutkreislauf auch an die Körperhaare, die über die Haarpapillen mit den Blutgefäßen verbunden sind. Die schnellwachsenden, sich häufig teilenden Zellen haben gegenüber den normalen Körperzellen einen erhöhten Stoffwechsel. Sie nehmen daher vermehrt Nährstoffe, aber auch exogene Stoffe auf. Das Haarwachstum fängt im wenige Millimeter unter der Hautoberfläche befindlichen Haarfollikel an. Die hornbildenden Zellen bündeln sich und verhornen zu Keratinfasern. Sie wandern nach oben und bilden den Haarschaft, der sich im Follikel zur Hautoberfläche schiebt. Nach ein bis zwei Wochen wird die Hautoberfläche erreicht.
In der Phase des Haarwachstums wird auch ein Teil der im Blut enthaltenen körperfremden Substanzen in das Haar eingelagert. Durch das Längenwachstum der Haare kommen diese Substanzen durch die Hautoberfläche nach außen. Das Kopfhaar wächst monatlich um durchschnittlich 10 mm. Über die abschnittsweise Analyse einzelner Haarabschnitte von der Haarspitze bis zur Haarwurzel, kann eine zeitliche Analyse über die Aufnahme der exogenen Verbindungen erfolgen. Dies ist prinzipiell auch mit historischen Haarproben möglich.
Die im Haar eingelagerten Stoffe lassen sich auch durch Waschen, Tönen oder andere Behandlungen nicht vollständig entfernen. Die vorhandenen Restmengen reichen bei der hohen Empfindlichkeit der eingesetzten Untersuchungsmethoden beispielsweise für den Nachweis der Einnahme von Betäubungsmitteln noch problemlos aus. Problematisch ist die möglicherweise sehr unterschiedliche Vorbehandlung der Haare jedoch bei der Quantifizierung von Elementen, beispielsweise von Spurenelementen.
Analytik
Ein ICP-MS
Ein GC-MSAls analytische Verfahren kommen verschiedene Methoden aus der Spurenanalytik in Frage, die abhängig von dem gesuchten Element, beziehungsweise der gesuchten Verbindung, gewählt werden. Sollen beispielsweise chemische Elemente, wie Schwermetalle, analysiert werden, so kommt oft die Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS) oder die ICP-OES, seltener die Neutronenaktivierungsanalyse, zum Einsatz. Mittels Laserablation und anschließender ICP-MS kann eine Elementanalyse auf nur einem Haar abschnittsweise durchgeführt werden.Zur Analyse von chemischen Verbindungen, wie beispielsweise Betäubungsmitteln, werden meist die Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (LC-MS oder auch LC-MS/MS) und die Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (GC-MS oder auch GC-MS/MS), früher oft auch Radioimmunassays verwendet.
Einige Substanzen werden in Form ihrer Stoffwechselprodukte (Metabolite) analysiert. So wird beispielsweise Heroin im Körper nach der Injektion zunächst zu 6-Monoacetylmorphin (6-MAM) und danach zu Morphin metabolisiert. Ein Großteil des aufgenommenen Heroins wird nach mehreren Stunden als Morphin beziehungsweise glucuronidiertes Morphin ausgeschieden. Ein kleiner Teil des Morphins und des 6-MAM wird aber auch in die Haarstruktur eingelagert. Allerdings wird auch das in einigen Medikamenten – wie beispielsweise Hustensaft – enthaltene Codein teilweise zu Morphin metabolisiert, so dass eine Bestimmung, die nur das Morphin umfassen würde, keinen Nachweis für die Einnahme von Heroin liefert. Deshalb wird in der Heroin-Analytik zusätzlich das nicht metabolisierte Codein im Haar mitbestimmt. Bei einem Morphin/Codein-Verhältnis von 2:1 geht man von einem Heroinmissbrauch aus. Liegt die gemessene Morphinkonzentration unterhalb von 1 ng/mg (= 1 ppm), so wird ein Verhältnis von 5:1 gefordert.
Wird 6-MAM in der Haarprobe in einer Konzentration größer als 0,5 ng/g nachgewiesen, so wird von einem Heroinkonsum ausgegangen, da 6-MAM kein Metabolit von Codein ist. Generell müssen bestimmte Grenzwerte für einen Analyten überschritten werden und oft auch noch dessen Metabolite nachgewiesen werden, damit die Haarprobe als positiv gewertet werden kann.
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Wird 6-MAM in der Haarprobe in einer Konzentration größer als 0,5 ng/g nachgewiesen, so wird von einem Heroinkonsum ausgegangen, da 6-MAM kein Metabolit von Codein ist. Generell müssen bestimmte Grenzwerte für einen Analyten überschritten werden und oft auch noch dessen Metabolite nachgewiesen werden, damit die Haarprobe als positiv gewertet werden kann.
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